Tipps und Infos

  • Das Allerwichtigste zuerst: Bitte melden Sie sich rechtzeitig bei mir, bitte auch und besonders gerne in der kalten Jahreszeit! Ich halte keinen Winterschlaf 🙂 und habe im Winter naturgemäß deutlich mehr Zeit und Ruhe als im Laufe der Hochsaison bzw. Vegetationsperiode! Vielen Dank!
  • Meine Hompage funktioniert auch auf Ihren mobilen Geräten und lässt sich somit z.B. für Zusammenkünfte wie Sitzungen (z.B. Geschäftsführung, Vorstand, Gemeinderat, Imkerverein, Eigentümerversammlung) leicht „mitnehmen“. Das Gleiche gilt für meine Facebook-Seiten, auf denen Sie weitere naturnahe Beispiele auf vielen Fotos betrachten können.
  • Bitte unbedingt Jäten: Invasive Neophyten! Vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) veröffentlichte Liste der sich in Deutschland zu stark ausbreitenden eingeschleppten Pflanzen, die aus jeder Vielfalt ganz schnell eine „Monokultur“ entstehen lassen.
  • Für alle Wildbienen-Freunde – hier der Wildbienen-Flugkalender  und auf die Seite von Wildbienen-Spezialist Dr. Paul Westrich geht es hier: www.wildbienen.info
  • Unsere heimischen Feld- und Gartenvögel sind in ihrer Vielzahl stark bedroht! Auf den Naturgartentagen in Grünberg hörte ich im Januar 2013 einen beeindruckenden Vortrag von Herrn Prof. Dr. Peter Berthold, Ornithologe aus Radolfzell, der mich wirklich erschüttert hat. Die Anzahl unserer geliebten Garten- und Feldvögel ist so stark rückläufig, dass eine reelle Überlebens-Chance der verschiedenen Arten nur über eine Ganzjahres-Fütterung besteht! In seinem Buch „Vögel füttern – aber richtig“, das im Kosmos-Verlag erschienen ist, finden Sie viele tolle Hinweise und Tipps zum Thema und mit seinem Preis von knappen zehn Euro ist es auch für jeden erschwinglich. Empfehlenswert!
  • Schmetterlinge ziehen in Ihren Garten ein, wenn sie geeignete Wildkräuter für ihre Raupen finden. Jeder Schmetterling benötigt andere Pflanzen für die Eiablage. Ohne Raupenfutterpflanzen keine Schmetterlinge!
    Sie haben einen Schmetterlingsstrauch? Ja, dann kommen die Schmetterlinge zu Besuch und saugen dort den geliebten Nektar, wohnen und leben aber anderswo. Schaffen sie einen echten Lebensraum für Schmetterlinge – bieten sie ihnen Raupen-Futterpflanzen zur Eiablage und ihren Raupen somit wertvollen Lebensraum und Nahrung!
  • Dachbegrünungen auf Carport oder Garage werden für unsere Insekten (Völlig friedfertige Nützlinge!) schnell noch viel wertvoller durch einen krummen alten Ast aus dem Wald (Totholz). Auch durch ein Mini-Biotop, gestaltet als kleine Freifläche (etwa 1 qm) aus etwas Sand zwischen den Dachstauden, lässt sich so ein Dach ganz einfach bereichern. Sandflächen sind ebenso rar geworden wie andere Trocken- und Magerstandorte auch, dabei dienen sie vielen Spezialisten, wie Grabwespen und Sandwespen als Grundlage für Behausungen und Nistplätze.
    Vielleicht lässt sich mit etwas Geschick sogar ein Insekten-Nistkasten zwischen den Wildstauden der Dachbegrünung  integrieren?
    Gestalten Sie Ihre Gründächer phantasievoll und individuell! Sie werden tolle Beobachtungen machen können!
  • Heimische Gehölze sind wertvoll für unsere Tierwelt, bieten Nahrung und Schutz (Vogelnähr- und Vogelschutzgehölze). Pflanzen Sie in Ihrem Garten diese robusten Wildsträucher – es gibt sie in allen Größen! Die sehr beliebte Forsythie zum Beispiel ist für unsere Fauna völlig nutzlos, die Kornelkirsche (Cornus mas, Herlitze, Dirndl-Strauch) hingegen ist ein herrlicher früh blühender Ersatz, liefert Nektar und Pollen und im Spätsommer noch dazu hübschen Fruchtschmuck!
  • Dringend gesucht: Freiflächen!!! Freiflächen in Form artenreicher Blumenwiesen, also mit hoher Biodiversität sind derzeit fast noch von höherem Rang bei Erhaltungsmaßnahmen und in Form von Neuanlagen als die allseits beliebten Vogelschutzhecken und Streuobstwiesen. Artenreiche Freiflächen sind rarer denn je zuvor!
    Wer stellt Flächen zur Verfügung? 
    Ich möchte je nach Bestandsaufnahme Flächen durch Pflegeumstellung oder Neuanlage in jedem Fall aber durch Erhöhung der Artenvielfalt für Honig- und Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Tiere wieder nutzbar machen.
  • Mahdtermine für Blumenwiesen Traditionelle Mahdtermine für Wildblumenwiesen sind Fronleichnam (fällt in die Zeit zwischen 21.Mai und 24.Juni) bzw. die Sommersonnenwende (21.Juni) oder auch Johanni (24.Juni).
    ABER ACHTUNG: Diese Termine gelten für gesunde, artenreiche Wildblumenbestände! Sie gelten NICHT für jahrelang fehlerhaft gepflegte, gräserlastige Bestände und nicht für Neuansaaten von Blumenwiesen!!! IMMER ganz wichtig: Mahdgut abräumen! Zu späte oder seltene Mahd sowie das neuerdings moderne „Mulchen“ fördern Gräser, nicht die Kräuter und Blumen! Zweiter Mahdtermin Ende August/Anfang September. Durch leichtes Verschieben des ersten Mahdtermins können Sie bestimmte Wildkräuter fördern. Bei größeren Flächen bietet sich u.U. auch eine Staffelmahd an. LASSEN SIE SICH BERATEN!
  • VIELfalt satt statt Einfalt in Form von Monokulturen – einfach aber wirkungsvoll: Füttern Sie Ihre Biogasanlage energiereich und ausgewogen!
    Mit Wildpflanzenmischungen gegen die Monokultur auf unseren wertvollen Äckern – machen Sie mit – lassen Sie sich von uns beraten! Unsere Wildpflanzen-Saatgutmischungen stehen Mais in Nichts nach: Ökonomisch hochinteressant, optisch im Vergleich eine Augenweide und ökologisch sowieso ein riesiger Gewinn!
    Auch die Bodensee-Stiftung (Patrick Trötschler, Projektmanagement) wird sich auf Ihre Anfrage hin sehr gerne um Ihr Anliegen und Projekt bemühen. Oder rufen Sie mich an – meine telefonische Beratung ist für Sie kostenfrei!
    DENN nicht nur Wissenschaftler sagen: „Maisäcker sind ökologische Wüsten!“ Auch bei Bürgern und Touristen sind die Maisäcker mittlerweile sehr unbeliebt. Auch belasten intensiv zu bewirtschaftende Monokulturen wie der Maisanbau unser Trinkwasser durch den hohen Stickstoffbedarf. Stickstoffdünger ist der Hauptverursacher der Erhöhung von Nitratwerten in unserem Trinkwasser.
  • Rückschnitt Rosen und auch Stauden missfällt der nach der alten Schule übliche herbstliche Rückschnitt für den Winter, denn er macht sie sehr anfällig für Frost. Es sieht vielleicht in mancherlei Augen „sauberer“ aus, macht aber tatsächlich überhaupt keinen Sinn. Lassen Sie ihre Rosen und Stauden über die kalte Jahreszeit hinweg ruhig stehen! Und gönnen Sie ihnen am Besten auch noch das von den Bäumen herabfallende Herbstlaub als zusätzlichen Schutz!
  • Immergrüne Kirschlorbeerhecke Jedes Jahr versuche ich einige Menschen davon abzuhalten, eine Kirschlorbeerhecke zu pflanzen. In unseren Gefilden – besonders in Höhenlagen – fristet der Kirschlorbeer sein „Leben“ in der Regel damit, allwinterlich stark zurückzufrieren, um dann den halben Sommer zu brauchen, um die dicken, braunen Blätter abzuwerfen und um unter enormer Kraftanstrengung frische Blätter zu treiben. Das Problem des Kirschlorbeers ist gar nicht unbedingt nur die Kälte, sondern sind besonders die schneearmen Winter. Der immergrüne Kirschlorbeer hat eine vergleichsweise große Verdunstungsoberfläche, so braucht er deutlich früher und mehr Wasser als unsere heimischen Sträucher. Letztere verlieren ihr Laub ja nicht, um uns zu ärgen – es handelt sich um eine natürliche Selbstschutz-Maßnahme! 🙂 Kirschlorbeer in klimatisch begünstigten Regionen (Weinbauklima) erreicht inzwischen auch in Deutschland die Samenreife – hunderte Sämlinge müssen dann in den Gärten regelmäßig gejätet werden! 
  • Staudenmischpflanzung Rosen und Gehölze brauchen passende Stauden als Begleiter, wenn es in ihrem Garten quasi durchgehend blühen soll. Denn unsere heimischen Sträucher haben ihre Blütezeit natürlicherweise in der ersten Hälfte der Vegetationsperiode. Sie brauchen die zweite Hälfte der Zeit um Früchte entwickeln und ausreifen lassen zu können. Früchte dienen eigentlich ihrer Vermehrung, sie sind für diese Pflanzen unabdingbar. Eine bunt blühende Staudenmischpflanzung kann – gut zusammen-gestellt – eine sehr lange Blütezeit haben. Viele Stauden kann man im Sommer durch Rückschnitt bzw. Mahd zu einer zweiten Blüte animieren.
  • Bodendecker statt Rindenmulch In der Natur bilden die bodendeckenden Stauden die sogannte Krautschicht. Sie wachsen auf der untersten Ebene, unter den Bäumen und Sträuchern, bedecken und schützen den Boden, der ohne sie erheblicher Erosionsgefahr ausgesetzt wäre. Stauden wie beispielsweise Storchenschnabel, Frauenmantel, Lungenkraut oder auch Waldmeister bedecken den Boden, unterdrücken unerwünschte Kräuter („Unkräuter“) und machen so das mühsame und auf Dauer auch teure Mulchen überflüssig. Da bodendeckende Stauden nur flache Wurzeln ausbilden, stehen sie nicht in Konkurrenz mit Rosen und Gehölzen. Rindenmulch macht – wenn überhaupt – an einer einzigen Stelle im Garten Sinn: In einer schattigen Ecke mit waldähnlichem Charakter, in Gesellschaft von Pflanzen, denen ein niedrigerer pH-Wert nicht schadet. Rosen aber und auch viele andere Gewächse lieben unsere meist kalkhaltigen, basischen Böden – ihnen schadet die Gerbsäure, die sich beim Verrottungsprozess aus den Rindenstückchen in den Boden löst. Die Wurzeln – wichtigster „Körperteil“ aller Pflanzen – leiden enorm. Krankheitsanfälligkeit wird die Folge sein – mit Sicherheit! Und falls Sie mein Rat nicht überzeugt, verwenden Sie doch bitte einfach rindenfreie Hackschnitzel . Zugegeben – sie sind etwas teurer, aber auch sehr viel ansehnlicher und eignen sich zudem auch für Spielplätze und als Fallschutz unter Spielgeräten wie Schaukel oder Rutschbahn.
  • Naschgarten Gerade für Menschen mit weniger Zeit, die vielleicht auch keinen klassischen Gemüsegarten haben wollen oder können und insbesondere für Familien mit Kindern, für Kindergärten und Schulgärten ist der Naschgarten eine pflegeärmere Alternative. Ein Apfelbaum, Beerensträucher und vielleicht noch bodendeckende, weil rankende Erdbeerpflanzen zusammen mit etwas pflegeleichtem Gemüse und einigen passenden Kräutern ergeben eine prima Obstbaum-Lebensgemeinschaft (OLG). Was man bei der Anlage einer OLG beachten muss, erkläre und zeige ich Ihnen gerne.
  • Arche Noah, Verein zur Erhaltung der Sortenvielfalt (Arche Noah bei YouTubeOhne die Vielfalt unserer Gemüse- und Kulturpflanzen verlieren wir den geschmacklichen Reichtum unserer Küche. Ein unterstützenswerter Verein.